Planen die Zukunft des GFC Düren 99 (v.l.): der Sportliche Berater Gert Engels, Trainer Sandro Bergs und Vorsitzender Henner Schmidt. Foto: Rose
Wieder Führungsspieler und einen breiten Kader
Fußball-Landesligist GFC Düren 99 geht mit mehreren Veränderungen in die neue Saison, die Vorbereitung auf die Spielzeit 2017/18 hat am Sonntag begonnen.
Veränderung eins: Mit Sandro Bergs, 27, hat nur noch ein Trainer das Sagen; er beerbt bekanntlich Thomas Kalscheuer. Veränderung zwei: Der Kader ist um einiges breiter als insbesondere in der abgelaufenen Rückrunde. „Der kleine Kader und das Verletzungspech hat uns in der vergangenen Saison das Genick gebrochen“, sagt Coach Bergs. 23 Spieler zählt der Kader aktuell, im letzten Saisonabschnitt 16/17 sind es mitunter nur zwölf gewesen. Veränderung drei: Gert Engels ist seit einigen Wochen Sportlicher Berater der Fußballabteilung. Engels soll sich um „konzeptionelle Änderungen“ kümmern. 
Bislang kann der Verein sieben Neuzugänge vermelden. Mit Nico Schröteler, Fabian Spies (beide Mittelfeld) und Alexander Hürtgen (Abwehr) kommt ein junges Trio vom Lokalrivalen aus Niederau. Insbesondere Mittelfeldspieler Nico Schröteler bringt in den Augen von Trainer Bergs – abgesehen von der sportlicher Qualität – eine wichtige Eigenschaft mit an die Westkampfbahn: „In der Rückrunde haben uns Führungspersönlichkeiten gefehlt, daher tut uns Nico gut, denn er war Kapitän in Niederau.“

Aufgrund des dünnen Kaders hat der förderliche Konkurrenzkampf in der abgelaufenen Saison quasi nicht existiert. Dafür sollen nun auch die vier weiteren Zugänge sorgen. Torwart Philipp Ferebauer kommt vom Bezirksligisten SV Rott, somit hat Bergs drei Keeper im Kader. Manuel Spies (Mittelfeld) wechselt nach zwei Jahren vom A-Ligisten Hambacher SV nach Düren; in vier Jahren zuvor hat der Mittelfeldmann bei Viktoria Arnoldsweiler mehr als 50 Mittelrheinliga-Spiele bestritten. Aus Arnoldsweiler kommt Stürmer Tobias Frohn, von Schwarz-Weiß Düren Marc Wollersheim fürs Mittelfeld. In den Kader zurückkehren werden die genesenen Max Weinberger, Julian Nießen und Christopher Kall.

Das Transferfenster hat die SG für sich jedoch noch nicht geschlossen: Trainer Bergs sucht noch einen Ersatz auf der Sechs („Eine Schlüsselposition“) für Daisuke Takai (Borussia Freialdenhoven) und einen offensiv variablen Spieler – im besten Fall ein Linksfuß. Gert Engels ist zudem optimistisch, noch einen oder zwei japanische Talente an die Mariaweiler Straße zu lotsen.

Einen Übersetzer hätte der GFC 99 zumindest schon einmal, denn Masafumi Endo verstärkt als Assistenztrainer (kommt vom Aachener Mittelrheinliga-Absteiger FC Inde Hahn) den Trainerstab, zu dem noch Dennis Düren als Torwarttrainer und Martin Offergeld (kommt vom Mittelrheinligisten Hilal-Maroc Bergheim) als Athletiktrainer zählen. Offergeld soll präventiv mit dafür sorgen, dass sich die Verletzungsmisere nicht wiederholt. Zur Zielsetzung für die Spielzeit konnten sich Bergs und Engels nicht konkret äußern; die Ambitionen sollen mit dem Team noch erarbeitet werden.
Mit Blick in die (entferntere) Zukunft hat der Vorsitzende Henner Schmidt eine weitere Fusion innerhalb Dürens noch nicht ad acta gelegt. In seinen Augen sollte ein Dürener Klub noch einige Ligen weiter oben spielen. Optimal sei daher ein Zusammenschluss mit dem FC Düren-Niederau, weil der Verein eine leistungsorientierte Jugendarbeit inklusive einer A-Jugend hat, die die SG in seinem eher breit ausgerichteten Unterbau nicht hat. „Wir sind seit vier, fünf Monaten im Gespräch, doch Niederau hat jetzt um eine kreative Denkpause gebeten“, beschreibt Schmidt den Stand der Dinge.
Donnerstag 13.07.17 13:00 Autor: Cro | AZ/AN